Er hat nie versucht, heller zu sein als sie. Er wusste, sie ist das Licht, das Leben gibt. Er wollte sie nicht ändern, nur verstehen. Und während die Welt die Sonne gefeiert hat, hat er sie einfach angeschaut – so, wie sie wirklich war.
Er wusste: wenn sie lacht, wird's warm. Wenn sie weint, regnet's. Und jedes Mal, wenn sie verschwindet, bleibt er da – ruhig, stabil, damit sie, wenn sie wieder aufgeht, weiß: Da war jemand, der sie nicht vergessen hat.
Manchmal, wenn sie in der Ferne lachte, tat's ihm weh, weil er wusste, die Sonne gehört niemandem. Aber tief in sich wusste er auch, dass sie immer zu ihm zurückkommt – nicht, weil sie muss, sondern weil sie will.
Und so ist das mit uns, Suzan.
Du bist die Sonne. Du brauchst Raum, du willst frei sein, und ich will, dass du's bist. Ich bin nicht hier, um dich festzuhalten – ich bin hier, um dich nicht loszulassen, wenn du mal müde wirst.
Ich bin der Mond, und ich leuchte, damit du dich selbst siehst, auch in der Dunkelheit. Und selbst wenn du weit weg bist, weiß ich – irgendwann schaust du hoch, siehst mein Licht, und erinnerst dich: Da war jemand, der dich nie vergessen hat.